Bike
Fahrwerk RSR F1 (Rudi Schmied Racing) Baujahr 2009
Technische Daten:
- Monocoqueleichtmetallrahmen
- Motor seitlich angeflanscht
- Achsschenkellenkung
- Doppellängslenker hinten
- Seitenwagenrad starr verschraubt
- Zweikreisbremssystem
- BBS Leichtmetallräder dreiteilig
- Bereifung Yokohama 210/250/250 mm
- Gewicht inkl. Motor (trocken) 229 kg
Motor Suzuki GSX-1000R
- Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotor
- Bohrung x Hub 73,5 x 58,5 mm
- Hubraum 998 ccm
- Vier Ventile pro Zylinder
- Elektronische Einspritzung
- Sechsganggetriebe
- Leistung......
- Beschleunigung 2,7 sec (0-100 km/h) – Spitze 302 km/h
Was ist ein Seitenwagen?
Dieses Motorrad mit 3 Rädern hat im Grunde nichts mehr mit einem handelsüblichen Moped zu tun, außer dem Motor (1000 ccm / 200 PS), der dieses Geschoss auf 3 Rädern zu Höchstleistungen von bis zu 300 km/H beflügelt. Das Chassis besteht aus Flugzeugstahl und ist dementsprechend stabil. Die Verkleidung wird aus Karbon gefertigt und ist daher sehr leicht. Es gibt nur ein Bremspedal, das die Bremskraft, wie benötigt, nach vorne als auch nach hinten verteilt. Zwischen dem Fahrer und dem Beifahrer gibt es keine Sprechverbindung. Diese müssen sich “blind” verstehen und zu 100% vertrauen.
Der Beifahrer - unnötiger Ballast oder wichtiger Bestandteil?
Der Beifahrer oder auch “Schmiermaxe” genannt verhilft durch seine akrobatischen Turnübungen dem Seitenwagen zu mehr Bodenhaftung und dadurch zu höheren Geschwindigkeiten in Kurven. In einer Rechtskurve verlagert der Beifahrer sein ganzes Gewicht auf den Hinterreifen, während in einer Linkskurve dessen Schwerpunkt so weit wie möglich außerhalb des Seitenwagens gelagert werden muss, um einen Überschlag zu verhindern. Schnelle Schikanen bieten hier eine besondere Herausforderung für Mensch und Maschine
Der Seitenwagensport
Die Erfolgsstory des Seitenwagensports geht auf die Nachkriegszeit zurück. Beginnend um 1949, als die erste offizielle WM ausgetragen wurde, erfreut sich der Seitenwagensport bis heute rasender Beliebtheit. Damals von den Briten dominiert, fanden deutsche und schweizer Helden der Gespannszene bald Anschluss an die Spitze. Ende der 80er Jahre begann das österreichische Duo Klaffenböck/Parzer den rot-weiß-roten Angriff an die Spitze, ehe Sie im Jahr 2001 den Pokal als neue Weltmeister überreicht bekommen hatten. Seit 2004 sind nun die Gebrüder Grabmüller für Österreich im Seitenwagensport äußerst schnell unterwegs.
Den bisher größten Erfolg konnten die beiden rennwütigen Brüder in der Saison 2008 als Vizemeister der internationalen deutschen Meisterschaft verbuchen.

